kurz

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kurz [kʊrts̮], kürzer, kürzeste <Adj.>:
1.
a) von [vergleichsweise] geringer räumlicher Ausdehnung, Länge in einer Richtung /Ggs. lang/: eine kurze Strecke; sie trägt sehr kurze Röcke; es ist nur noch ein kurzes Stück zu laufen; der kürzeste Weg zum Bahnhof; das Haar ist kurz geschnitten; ich muss einige Kleider kürzer machen; der Faden ist zu kurz.
Syn.: klein.
b) <in Verbindung mit Adverbialbestimmungen des Ortes> in [vergleichsweise] geringer Entfernung von etwas; mit geringem Abstand:
kurz vor der Mauer kam das Auto zum Stehen; kurz hinter dem Bahnhof zweigt die Straße ab.
2.
a) von [vergleichsweise] geringer zeitlicher Ausdehnung, Dauer:
ein kurzer Urlaub, Besuch; ein Vertrag mit kurzer Laufzeit; sie warf ihm einen kurzen Blick zu; er machte eine kurze Pause; sein Leben war kurz (er ist früh gestorben); die Freude währte nur kurze Zeit.
Syn.: kurzfristig, vorübergehend.
b) <in Verbindung mit Adverbialbestimmungen der Zeit> mit geringem zeitlichem Abstand von etwas, jmdm.:
kurz nach Mitternacht; ich kam kurz vor ihm nach Hause; kurz zuvor hatte sie ihn noch gesehen.
3.
a) nicht ausführlich; auf das Wesentliche beschränkt:
ein kurzer Brief; eine kurze Mitteilung; das Protokoll ist kurz abgefasst; sie war heute sehr kurz (kurz angebunden); etwas nur kurz andeuten.
Syn.: knapp, komprimiert.
b) rasch; ohne Umstände, Förmlichkeit:
einen kurzen Entschluss (rasch einen Entschluss) fassen; sich kurz zusammensetzen, um etwas zu besprechen; sie ist kurz entschlossen (ohne lange zu überlegen) abgereist.
Syn.: eilig, flink, geschwind (veraltend, noch landsch.), schnell.

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kụrz 〈Adj.; kụ̈r|zer, am kụ̈r|zes|ten〉
I 〈attr.; präd.; adv.〉
1. von geringer Längenausdehnung (Gegenstand, Straße, Strecke)
2. eine geringe Zeitspanne dauernd, vorübergehend
3. 〈fig.〉 knapp, gedrängt, bündig (Bericht, Rede)
● ein Kleid mit \kurzen Ärmeln; einen \kurzen Atem haben kurzatmig sein; ein \kurzer Aufenthalt, Besuch; einen \kurzen Blick auf etwas werfen; \kurze Frist; ein \kurzes Gedächtnis haben 〈fig.; umg.〉 ein schlechtes G.; \kurzes Haar haben; sein \kurzes Leben; (eine) \kurze Zeit ● jmdn. \kurz abfertigen 〈fig.〉 barsch, ungeduldig behandeln u. stehenlassen; \kurz angebunden 〈fig.〉 barsch, unfreundlich; meine Zeit ist \kurz bemessen; sich \kurz entschließen 〈fig.〉 sich schnell entschließen; \kurz entschlossen machte er kehrt 〈fig.〉 schnell entschlossen; \kurz fassen = kurzfassen (I); \kurz machen = kurzmachen; die Ärmel, das Kleid kürzer machen; \kurz schneiden = kurzschneiden; \kurz verliert und lang gewinnt (beim Losen mit einem kurzen u. einem längeren Hölzchen); den Kürzeren ziehen 〈fig.〉 benachteiligt werden, nachgeben müssen, verlieren, unterliegen (nach der alten Form des Losens, wer das kürzere von zwei Hölzchen zieht, hat verloren) ● etwas \kurz und bündig erklären; \kurz gebraten = kurzgebraten; \kurz gefasst = kurzgefasst; \kurz und gut um das Gesagte rasch zusammenzufassen ● etwas auf dem kürzesten Wege erledigen möglichst schnell; in kürzester Frist, 〈od.〉 Zeit so schnell wie möglich; etwas in, mit \kurzen Worten erklären; nach, vor \kurzer Zeit; die Freude war nur von \kurzer Dauer; \kurz von Verstand 〈fig.〉 dumm; zu \kurz kommen 〈fig.〉 weniger bekommen als andere; die Schnur ist zu \kurz; der Rock ist der Frau, dem Mädchen zu \kurz geworden
II 〈nur adv.〉
1. bald, kurze Zeit, eine kleine Zeitspanne
2. mit nur geringem räuml. Abstand zu etwas
● \kurz bevor ich kam; binnen \kurzem/Kurzem bald; \kurz darauf; \kurz nach fünf Uhr; \kurz nach diesem Vorfall; \kurz nachdem er gegangen war; seit \kurzem/Kurzem; über \kurz oder lang bald od. später; \kurz vor seinem Geburtstag; \kurz vor dem Ziel stürzte sie; \kurz vor acht Uhr; \kurz vor Berlin geriet ich in einen Stau; vor \kurzem/Kurzem; bis vor \kurzem/Kurzem; \kurz vorher, zuvor
[<ahd. kurz <lat. curtus „verkürzt, gestutzt“]

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kụrz <Adj.; kürzer, kürzeste> [mhd., ahd. kurz < lat. curtus = verkürzt, gestutzt, verstümmelt]:
1.
a) eine [vergleichsweise] geringe räumliche Ausdehnung, Länge in einer Richtung aufweisend:
ein -er Mantel;
eine -e Straße;
eine -e Telefonnummer (Telefonnummer mit wenigen Ziffern);
ein -er Zug (ein Zug mit wenigen Wagen);
ein Kleid mit -en (oberhalb des Ellbogens endenden) Ärmeln;
es ist nur noch ein -es Stück zu laufen;
(Sport:) er läuft am liebsten -e Strecken;
sie trägt sehr -e Röcke;
der kürzeste Weg zum Bahnhof;
ich muss einige Kleider kürzer machen;
sie trägt das Haar k. [geschnitten];
er hat k. geschorenes Haar;
der Faden ist zu k.;
die Nägel [ganz] k. schneiden;
das Brett k. machen;
etw., alles k. und klein schlagen (ugs.; etw., alles zerschlagen, zertrümmern);
zu k. kommen (benachteiligt werden, zu wenig bekommen; wohl aus der Soldatenspr. mit Bezug auf nicht weit genug tragendes Feuer 4);
zu k. greifen (ugs.; zu vordergründig, zu oberflächlich sein);
den Kürzeren ziehen (ugs.; aufgrund einer ungleichen Ausgangslage bei einer Auseinandersetzung, einem Streit o. Ä. der Unterlegene sein; nach dem Losen mit Zündhölzern o. Ä., wobei derjenige verliert, der das kürzere Hölzchen zieht);
b) <in Verbindung mit Adverbialbestimmungen des Ortes> in [vergleichsweise] geringer Entfernung von etw.; mit geringem Abstand:
k. davor, vor der Mauer kam das Auto zum Stehen;
k. hinter dem Bahnhof zweigt die Straße ab;
c) (ugs., oft scherzh.) von geringer Körpergröße, nicht hochgewachsen, klein:
er ist ein wenig k. geraten.
2.
a) eine [vergleichsweise] geringe zeitliche Ausdehnung, Dauer aufweisend:
ein -er Urlaub, Besuch;
er machte eine -e Pause;
ein Vertrag mit -er Laufzeit;
er warf ihr einen -en Blick zu;
eine -e, k. gesprochene Silbe;
ein -es (kurz gesprochenes) a;
er hat ein -es Gedächtnis (ugs.; vergisst Dinge schnell wieder);
ich esse gern k. gebratenes (bei großer Hitze nur kurz gebratenes) Fleisch;
die Zeit ist zu k.;
sein Leben war k. (er ist früh gestorben);
die Freude währte nur k., -e Zeit;
die Arbeit k. unterbrechen;
er war nur k. weg gewesen;
über k. oder lang ([in Bezug auf etw. mit Sicherheit Eintretendes] ziemlich bald, irgendwann in nicht zu ferner Zukunft: über k. oder lang wird es Krach geben);
binnen Kurzem/-em (innerhalb kurzer Zeit: er war binnen Kurzem/-em hier);
seit Kurzem/-em (seit nicht langer Zeit: sie wohnt seit Kurzem/-em in einer anderen Stadt);
vor Kurzem/-em (vor nicht langer Zeit: ich habe ihn vor Kurzem/-em getroffen);
b) <in Verbindung mit Adverbialbestimmungen der Zeit> mit geringem zeitlichem Abstand von etw., jmdm.:
k. nach Mitternacht;
ich kam k. vor ihm nach Hause;
k. zuvor hatte ich ihn noch gesehen.
3.
a) nicht ausführlich; auf das Wesentliche beschränkt:
ein -er Brief;
eine -e Mitteilung;
etw. in -en Worten sagen;
ich erwarte einen -en Anruf von Ihnen;
es handelt sich um einen k. gefassten Bericht;
sie war heute sehr k. (kurz angebunden);
etw. nur k. andeuten;
k. und bündig (präzis u. bestimmt: die Antwort war k. und bündig);
k. und gut/(scherzh. auch:) k. und klein (zusammenfassend gesagt);
b) rasch; ohne Umstände, Förmlichkeit:
einen -en Entschluss (rasch einen Entschluss) fassen;
eine Sache k. abtun;
sich k. zusammensetzen, um etwas zu besprechen;
er ist k. entschlossen abgereist;
ich komme morgen k. (mal eben) vorbei;
Last-Minute-Angebote für k. Entschlossene;
k. und schmerzlos (ugs.; rasch u. ohne [aus Rücksichtnahme] zu zögern).

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Kụrz,
 
1) Hermann, bis 1848 H. Kụrtz, Schriftsteller, Journalist und Übersetzer, * Reutlingen 30. 11. 1813, ✝ Tübingen 10. 10. 1873, Vater von 2); studierte Theologie, war 1835/36 Vikar, 1845-54 Redakteur zunächst in Karlsruhe, dann in Stuttgart, wo er 1850 wegen »freisinniger Veröffentlichungen« im liberaldemokratischen »Beobachter«, dessen Chefredakteur er ein Jahr darauf wurde, zu einer Haft von drei Monaten auf dem Hohenasperg verurteilt wurde. Danach freier Schriftsteller; seit 1863 Universitätsbibliothekar in Tübingen, zuletzt Mitherausgeber von P. Heyses »Deutscher Novellenschatz« (1871-75, 21 Bände). Lyriker der schwäbischen Schule, volkstümlicher Übersetzer und Verfasser literaturwissenschaftlicher Abhandlungen, u. a. zu Gottfried von Straßburg, Shakespeare und dem mittelalterlichen Fastnachtsspiel, und volkstümlicher Erzähler, so v. a. in seinen Romanen »Schillers Heimathjahre« (1843, 3 Teile; 1847 unter dem Titel »Heinrich Roller oder Schiller's Heimathjahre«) und »Der Sonnenwirth« (1854).
 
Ausgaben: Gesammelte Werke, herausgegeben von P. Heyse, 10 Bände (1874); Sämtliche Werke, herausgegeben von H. Fischer, 12 Bände (1904).
 
 
I. Kurz: Das Leben meines Vaters (31929).
 
 2) Maria Clara Isolde, Schriftstellerin und Übersetzerin, * Stuttgart 21. 12. 1853, ✝ Tübingen 5. 4. 1944, Tochter von 1); mit Mutter und Brüdern lebte sie 1877-1913 in Florenz im Kreise A. Böcklins, A. von Hildebrands, H. von Marées' und K. Hillebrands und in Forte dei Marmi, der Sommerresidenz der Florentiner Künstlerkolonie. Kurz schrieb aus der Tradition der schwäbischen Romantik und mit klassischem Formbewusstsein, beeinflusst v. a. von J. Burckhardt und G. de Maupassant. Vom Italienerlebnis sind ihre Novellen und Erzählungen (»Florentiner Novellen«, 1890; »Die Stunde des Unsichtbaren«, 1927; »Die Nacht im Teppichsaal«, 1933) bestimmt, deren beste ihre Stoffe aus der italienischen Renaissance nehmen. Im Alter überwiegen die autobiographischen Werke (»Die Pilgerfahrt nach dem Unerreichlichen«, 1938).
 
Ausgabe: Gesammelte Werke, 6 Bände (1925).
 
 
M. Onodi: I. K. Leben u. Prosawerk. .. (1989).
 
 3) Joseph Felix von, genannt Bernardon [-'dɔ̃], österreichischer Schauspieler und Komödiendichter, * Wien 22. 2. 1717, ✝ ebenda 3. 2. 1784; Autor des Wiener Volkstheaters; schuf die dem Hanswurst ähnliche Gestalt des Bernardon und verkörperte sie auch auf der Bühne.
 
 
U. Birbaumer: Das Werk des J. F. v. K.-Bernardon u. seine szen. Realisierung, 2 Bde. (Wien 1971).

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kụrz <Adj.; kürzer, kürzeste> [mhd., ahd. kurz < lat. curtus = verkürzt, gestutzt, verstümmelt]: 1. a) von [vergleichsweise] geringer räumlicher Ausdehnung, Länge in einer Richtung: ein -er Mantel; ein Kleid mit -en (oberhalb des Ellbogens endenden) Ärmeln; sie trägt sehr -e Röcke; da war ich doch fast von Anfang an noch in -en Hosen dabei gewesen (Spiegel 24, 1976, 193); eine -e Straße; ein -er Zug (ein Zug mit wenigen Wagen); es ist nur noch ein -es Stück zu laufen; eine offensichtlich zu -e Landebahn (Schreiber, Krise 18); (Sport:) er läuft am liebsten -e Strecken; eine -e Telefonnummer (Telefonnummer mit wenigen Ziffern); der kürzeste Weg zum Bahnhof; ich muss einige Kleider kürzer machen; sie trägt das Haar k. [geschnitten]; er hat k. geschorenes Haar; der Faden ist zu k.; Senkrecht fällt das Licht in die Gassen von Siena, in denen die Schatten jetzt k. sind (Ossowski, Liebe ist 5); *k. treten (1. selten; in kleinen Schritten marschieren; 2. sich in bestimmten Aktivitäten einschränken, zurückhalten; aus der Soldatenspr.; die auf der Innenseite einer Kolonne Marschierenden müssen beim Abbiegen kleinere Schritte machen, um den Gleichschritt beizubehalten): nach dem Krieg mussten wir alle k. treten; Ich habe ... die Auffassung vertreten, dass alle, die die Hand aufhalten, k. zu treten haben (Spiegel 48, 1965, 18); nach einem Herzinfarkt muss man k. treten; kürzer treten (sich einschränken; sich in etw. zurückhalten): letztes Jahr haben wir kürzer getreten, weil mein Mann arbeitslos geworden ist; nach Weihnachten bin ich aus gesundheitlichen Gründen etw. kürzer getreten; Ich habe genug geleistet. Nun ist es Zeit kürzer zu treten. Wer will schon in den Sielen sterben? (Hörzu 50, 1976, 37); etw., alles k. und klein schlagen (ugs.; etw., alles zerschlagen, zertrümmern): Der dicke Willi. Bekommt manchmal Anfälle, dann schlägt er die Zelle k. und klein (Ziegler, Kein Recht 241); zu k. kommen (benachteiligt werden, zu wenig bekommen; wohl aus der Soldatenspr. mit Bezug auf nicht weit genug tragendes Feuer 4 ): der ist in seinem Leben auch zu k. gekommen und darum Künstler geworden (Zorn, Mars 94); Wir trinken weniger, damit du nicht zu k. kommst (Ott, Haie 200); jmdn. k. halten ([jmdm.] über einen längeren Zeitraum hinweg aus erzieherischen Gründen relativ wenig Geld, Essen o. Ä. geben: die Eltern haben ihren Sohn immer k. gehalten; Übrigens pumpt ihn Lord Alfred gelegentlich an, denn sein Vater hält ihn k. (Riess, Cäsar 232); den Kürzeren ziehen (ugs.; aufgrund einer ungleichen Ausgangslage bei einer Auseinandersetzung, einem Streit o. Ä. der Unterlegene sein; nach dem Losen mit Zündhölzern o. Ä., wobei derjenige verliert, der das kürzere Hölzchen zieht); Straßenkämpfe, bei denen die Polizei den Kürzeren zog (Thieß, Reich 314); zu k. greifen (ugs.; zu vordergründig, zu oberflächlich sein): Die Charakterisierung des Parlaments als primär eines Gesetzgebungsorgans greift indessen erheblich zu k. (NJW 18, 1984, 1002); b) <in Verbindung mit Adverbialbestimmungen des Ortes> in [vergleichsweise] geringer Entfernung von etw.; mit geringem Abstand: k. davor, vor der Mauer kam das Auto zum Stehen; k. hinter dem Bahnhof zweigt die Straße ab; c) (ugs., oft scherzh.) von geringer Körpergröße, nicht hoch gewachsen, klein: er ist ein wenig k. geraten; Die Statur des Herrschers war, wie man weiß, k. (Schädlich, Nähe 158); <subst.:> na, Kurzer, wohin so eilig?. 2. a) von [vergleichsweise] geringer zeitlicher Ausdehnung, Dauer: ein -er Urlaub, Besuch; er machte eine -e Pause; ein Vertrag mit -er Laufzeit; ein -es Lachen; er warf ihr einen -en Blick zu; Die Religion des Fortschritts ... wird ihre totale Pleite noch auf dieser Erde erleben - und das in ziemlich -er Frist (Gruhl, Planet 218); eine -e, k. gesprochene Silbe; ein -es (kurz gesprochenes) a; er hat ein -es Gedächtnis (ugs.; vergisst Dinge schnell wieder); ich esse gern k. gebratenes (bei großer Hitze nur kurz gebratenes) Fleisch; die Zeit ist zu k.; sein Leben war k. (er ist früh gestorben); die Freude währte nur k., -e Zeit; die Arbeit k. unterbrechen; Ich bin ja nur k. weg gewesen (Hofmann, Fistelstimme 120); Sie war mal k. da, vor Weihnachten (Danella, Hotel 112); Es dauerte nur k. (Fest, Im Gegenlicht 49); Der Kutscher langt k. (schnell, ohne langes Zögern) mit der Peitsche hin (Kempowski, Zeit 57); *binnen -em (innerhalb kurzer Zeit): Unvermittelt schlug die Stimmung um, und binnen -em war ganz Neapel in Aufruhr (Fest, Im Gegenlicht 264); über k. oder lang ([in Bezug auf etw. mit Sicherheit Eintretendes] ziemlich bald, irgendwann in nicht zu ferner Zukunft): über k. oder lang wird es Krach geben; Alle Fixer kriegen über k. oder lang die Gelbsucht (Christiane, Zoo 98); vor -em (vor nicht langer Zeit): ich habe ihn vor -em getroffen; Sie wissen ja nicht ... wie noch vor -em bei der Kleinen alles auf der Kippe stand (Kronauer, Bogenschütze 400); seit -em (seit nicht langer Zeit): sie wohnt seit -em in einer anderen Stadt; b) <in Verbindung mit Adverbialbestimmungen der Zeit> mit geringem zeitlichem Abstand von etw., jmdm.: k. nach Mitternacht; ich kam k. vor ihm nach Hause; k. zuvor hatte ich ihn noch gesehen; Kurz vor Feierabend stand Luise in der Tür (Gerlach, Demission 172). 3. a) nicht ausführlich; auf das Wesentliche beschränkt: ein -er Brief; eine -e Mitteilung; etw. in -en Worten sagen; ich erwarte einen -en Anruf von Ihnen; dann entspann sich ein -er Wortwechsel (Weber, Tote 206); das Protokoll ist k. abgefasst; es handelt sich um einen k. gefassten Bericht; Er befragte mich zur Person, ausführlich über das Elternhaus, k. über einige Geschehnisse um die Tat (Sobota, Minus-Mann 56); sie war heute sehr k. (kurz angebunden); etw. nur k. andeuten; Kurz (um es zusammenzufassen), ich war ein Stück weitergekommen (Jens, Mann 51); *sich k. fassen (möglichst wenig Zeit zum Reden beanspruchen); k. und bündig (präzis u. bestimmt): die Antwort war k. und bündig; k. und gut/(scherzh. auch:) k. u. klein (zusammenfassend kann man sagen): Kurz und gut: Es ist etwas in Gang gekommen, aber es läuft noch nicht (Freie Presse 3. 1. 90, 3); b) rasch; ohne Umstände, Förmlichkeit: einen -en Entschluss (rasch einen Entschluss) fassen; eine Sache k. abtun; sich k. zusammensetzen, um etwas zu besprechen; er ist k. entschlossen abgereist; unterwegs überlegte er, ob das, was er so k. entschlossen (ohne lange zu überlegen) tat, auch wirklich seinen Wünschen entsprach (Becker, Tage 149); ich komme morgen k. (mal eben) vorbei; *es k. machen (nicht viel Aufhebens von etw. machen); k. und schmerzlos (ugs.; rasch u. ohne [aus Rücksichtnahme] zu zögern).

Universal-Lexikon. 2012.

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